NEWS 2017

Unter folgendem Link findet ihr die Ranliste zum Bettagsmeeting.

Rangliste

Vergangenes Wochenende bildeten die beiden Schweizermeisterschaften der Kategorien U16, U18 in Winterthur und U20, U23 in Lausanne den Saisonhöhepunkt für die Nachwuchsathleten. Der Leichtathletik Klub Zug schickte insgesamt 14 Athleten in die beiden Wettkämpfe. Mit zehn Medaillen haben die Nachwuchsathleten die Erwartungen weit übertroffen.

GeriAm kommenden Wochenende finden die Schweizermeisterschaften des Nachwuchses statt. Die jüngeren Athleten der Kategorien U16 und U18 messen sich in Winterthur, während sich die älteren Athleten (U20 und U23) auf der altehrwürdigen Pontaise in Lausanne zum Saisonhöhepunkt treffen. Der Leichtathletik Klub Zug ist mit 14 Athleten am Start worunter der eine oder die andere mit einer Medaille liebäugeln darf.

 

stabgirlsBericht von Michael Hutter

Bei guten Bedingungen fanden heute die Team Schweizermeisterschaften in Langenthal statt. Mit dabei waren auch zwei Teams des LK Zug. Über 100 m gingen Gèraldine Frey, Silke Lemmens und Deborah Wengi an den Start. Géraldine erreichte bei leichtem Gegenwind eine Zeit von 12.04, was die drittbeste Zeit unter allen Teilnehmerinnen bedeutete. Silke startete in der zweiten Serie und erreichte mit 12.30 ebenfalls eine gute Zeit. Debora startete nach langer Verletzungspause erstmals wieder einen Wettkampf.

Bericht von Laura Condrau

Am letzten Samstag fand im Zürcher Letzigrund der Final des UBS Kids Cup statt. Fynn Staubli und Milla Tonazzi von der Kategorie U12 haben sich in Zug für diesen Event in Zürich qualifiziert. Fynn hat vor allem beim Sprint mit 8.71s über 60m eine souveräne Leistung abgegeben. Auch auf das Endresultat von 1385 Punkten und dem 14. Platz insgesamt darf er stolz sein. Für Milla war es der erste grosse Wettkampf. So ist es auch ganz normal, dass noch nicht alles wie am Schnürchen gelaufen ist. Mit 1243 Punkten beendete sie den Dreikampf an diesem Tag. Aber wer weiss, vielleicht darf sie ja schon im nächsten Jahr wieder in Zürich an den Start. Ebenfalls am Start war Eliane Hürlimann in der Kategorie U16. Sie schaffte 1948 Punkte.

ronjaNach ein paar wettkampffreien Wochen und einem intensiven Trainingslager in St. Moritz griffen die Nachwuchsathleten in den letzten Tagen wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Während die jüngeren Athleten am Wochenende in Sarnen starteten, bevorzugten die beiden Topsprinterinnen Frey und Lemmens einen Start am Dienstagabend in Riehen.

 

 

Tagesbericht, 11. August 2017

Der letzte Lagertrag begrüsste uns grau in grau, also nicht gerade freundlich... ;-(. Die Tage waren einmal mehr wie im Flug vergangen und bereits hiess es schon wieder seine sieben Sachen zusammensuchen und packen. Zwischen dem Frühstück und Trainingsbeginn hiess es Bett abziehen und Zimmer räumen und dann nichts wie los das letzte Mal auf die Leichtathletiktrainings. Alle Gruppen absolvierten nochmals ein intensives Training und dann ging es zurück zur Jugi um zu duschen. Nach dem Mittagessen und der Info im Aufenthaltsraum wurde die Gepäckstücke in den Car verladen und die Heimreise angetreten.

In dem Lager isch es immer cool,

aber mengisch sind mer e chli fuul.

Mir möched mega gern Speer,

aber mengisch wemer lieber as Meer.

strahlender SiegerAn den den Schweizermeisterschaften der Aktiven, welche vergangenes Wochenende im Letzigrund stattfanden, war der Leichtathletik Klub Zug mit acht Athleten vertreten. Für das Highlight des Wochenendes sorgte einmal mehr Tobias Furer, welcher zum fünften Mal in Folge und zum siebten Mal insgesamt über die 110m Hürden triumphieren konnte. Hinzu kamen Finalplatzierungen von Johanna Kannewischer und Silke Lemmens.

 

 

2016 war für die 32-jährige Marathon-Spezialistin Susanne Rüegger ein sensationell gutes Jahr. Schweizermeisterin im Marathon, Vize-Schweizermeisterin im Halbmarathon und diverse Siege und Topplatzierungen an Volksläufen. Aufgrund dieser Erfolge hat sich Susanne Rüegger zum Ziel gesetzt an den Europameisterschaften in Berlin am Start zu stehen. Derzeit weilt Susanne in St. Moritz in einem mehrwöchigen Trainingslager. Wie Sie zu Leichtathletik gekommen ist, wie ihre Saison verlaufen ist und wie die nächsten Wochen aussehen hat Sie uns in einem Interview erzählt.

Ciao Susanne. Bevor wir nach vorne schauen, möchten wir kurz zurückblicken. Wie bist du eigentlich zur Leichtathletik gekommen?Bild8

Wenn ich mich recht erinnere, so habe ich in etwa gegen Ende der Primarschule mit Leichtathletik beim TV Cham begonnen. Wie in diesem Alter üblich habe ich mehrkampforientiert trainiert und nebst dem Laufen auch Disziplinen im Werfen und Springen ausgeübt. Meine Trainerin, welche mich für den Sport begeistern konnte, war dazumal bereits Margrith Rüesch-Isenegger. Als Sie ihr Amt als Trainerin niederlegte, wechselte ich zum Leichtathletik Klub Zug wo ich dann in eine super Mittelstreckler-Gruppe rund um Stefanie Murer und Sabrina Näpflin rutschte. Obwohl ich regelmässig im Training war und auch vereinzelte nationale Titel und Medaillen erreichte, sah ich in der Leichtathletik mehr ein Ausgleich und war nie so richtig ambitioniert. Nach meiner Matura wurde ich von einem Auto angefahren, weshalb ich meine Sportkarriere vorerst beendete. Ich blieb der Leidenschaft jedoch treu, indem ich Bewegungswissenschaften studierte. Als ich während meines Studiums zufällig wieder auf meine damalige Trainerin Margrith Rüesch-Isenegger traf und mit ihr ein super Gespräch hatte, kitzelte es mich wieder. Ich wollte es nochmals wissen und nahm mit ihr den Trainingsbetrieb wieder auf. Im Vergleich zu früher wahrscheinlich ein wenig ambitionierter und ehrgeiziger. Auch diverse Verletzungen wie Fersenbruch oder Ermüdungsbruch hielten uns nicht davon ab den Weg weiterhin gemeinsam zu gehen. Vor rund vier Jahren entschieden wir uns, dass der Fokus auf der Marathonstrecke liegen soll.

Wie ist die aktuelle Saison bis jetzt verlaufen? Wie sieht die weitere Saisonplanung aus?

Nach dem sensationellen letzten Jahr war meine Motivation natürlich enorm. Das Ziel an den Europameisterschaften teilzunehmen motivierte mich nochmals zusätzlich. Im Dezember 2016 verreiste ich das erste Mal in ein zweiwöchiges Trainingslager nach Lanzarote. Auf derselben Insel verbrachte ich im Februar nochmals ein Trainingslager. Zu Beginn der Saison plagten mich muskuläre Probleme, weshalb ich bis anhin lediglich zwei Wettkämpfe absolvieren konnte. Einerseits ging ich Mitte Juni im Rahmen einer Stafette beim Zytturm Triathlon an den Start, wo ich die 10km lief und mit meinem Team den Wettkampf gewinnen konnte. Anderseits startete ich am Lauerzerseelauf, welchen ich auch gewinnen konnte. Die Zeit überraschte mich sehr, lief ich doch die 10km fast eine Minute schneller als letztes Jahr. Anmerkung der Redaktion: Mit 34:54 ist Susanne Rüegger aktuell auf Platz 2 der Bestenliste von 10km-Läufen, welche nicht auf der Bahn stattfanden. Vom 10. Juli bis zum 20. August werde ich in St. Moritz in einem mehrwöchigen Trainingslager weilen. Ich werde jedoch sicher für den Start am Ägeriseelauf (21. Juli 2017) wieder ins Zugerland reisen. Der nächste grosse Fixpunkt wird dann der Berlin-Marathon (24. September 2017) darstellen, an welchem ich die EM-Limite für die EM 2018 laufen will.

Was habt ihr in der Trainingsplanung im Vergleich zum letzten Jahr anders gemacht?

Durch das ich mein Arbeitspensum reduziert habe, steht nun mehr Zeit zur Verfügung. Diese möchte ich vor allem nutzen für regenerative Massnahmen und ganzheitliche Trainings wie Kraft und Yoga nutzen. Weiter haben wir auch darauf geachtet mehr auf die Qualität der Trainings zu achten und nicht lediglich Kilometer zu bolzen. Wir haben es auch für sinnvoll erachtet gut auf den Körper zu hören und ihm auch die nötige Zeit für die Regeneration zu geben.

Wie sieht bei dir eine normale, durchschnittliche Trainingswoche aus?

Ich achte darauf, dass ich mindestens an einem Tag in der Woche eine Pause mache, damit sich der Körper erholen kann. Mindestens fünf Mal die Woche schnüre ich meine Schuhe und absolviere ein Lauftraining. Hinzu kommen eine wöchentliche Krafteinheit und ab und zu diverse alternative Trainings. Dies können Trainings auf dem Crosstrainer oder im Hallenbad sein. Je nach Zustand und Wetter werden die Trainings natürlich angepasst.

Was sind aktuelle Trainingsinhalte in St. Moritz?

Wie immer in der Höhenluft gilt es sich zuerst mal der dünnen Luft anzugewöhnen. Wir werden jedoch viel im Ausdauerbereich arbeiten. Das heisst, dass das Tempo nicht all zu hoch sein wird, die Umfänge jedoch gross. Nebst Lauftrainings kann das auch mal eine Wanderung sein. Natürlich sind jedoch auch intensive Einheiten auf der Bahn vorgesehen.

Kommen wir auf dein Projekt zu sprechen. Du möchtest die Limite für die EM in Berlin laufen

Ich peile an die Limite am Berlin-Marathon zu laufen. Ein Marathon, welcher mir aufgrund der Ambiance sehr gut gefällt und welcher schnell und flach sein soll. Die Limite liegt bei 2:40.00, während meine Marathon-PB bei 2:40.24 liegt. Das Ziel der Schweizer Delegation ist es ein Marathon-Team zu stellen, was bedeutet, dass bis zu sechs Läuferinnen selektioniert werden können.

Was braucht es um die Limite zu erreichen?

Ich denke, dass es vor allem wichtig ist, dass ich gesund bleibe und an mich glaube. Wenn mir dies gelingt und ich meine Form halten kann, sehe ich dem Berlin-Marathon optimistisch entgegen. Schlussendlich gibt es im Marathon jedoch eine Vielzahl an Bedingungen, welche die Leistung beeinflussen. Die Wetterbedingungen kann ich leider nicht beeinflussen. Hier benötige ich sicherlich auch das nötige Quäntchen Glück.

Auf was achtesBild10t du die Tage und Wochen vor dem Wettkampf?

Klar ist, dass in diesem Zeitraum die Umfänge reduziert werden und die Erholung in den Fokus rückt. Hierbei denke ich, dass es wichtig ist gut zu essen und die Speicher zu füllen und gut und viel zu schlafen. Zusätzlich werde ich zu diesem Zeitpunkt auch viel im mentalen Bereich machen.

Abschliessende Frage: Wieso wirst du 2018 in Berlin am Start stehen?

Weil ich mich intensiv und mit viel Freude auf diesen Anlass vorbereitet haben und allen zeigen möchte, was in meinen Beinen steckt.

 

Weitere interessante Infos über Susanne gibt es unter www.susanneruegger.ch