hallensm18An wohl einer der erfolgreichsten Hallenschweizermeisterschaften der letzten Jahre, welche mit den grossartigen Schweizer Rekorden von Mujinga Kambundji und Lea Sprunger in die Geschichtsbücher eingehen wird, waren für den LKZ die beiden Sprintspezialistinnen Frey und Lemmens am Start. Obwohl die Bezeichnung „Sprintspezialistin“ für Géraldine Frey ein bisschen zu unpräzis ist, gewann sie doch ausgerechnet über die Hürden und nicht über die flache Distanz ihre erste Aktive-Medaille.

 

 Der Reihe nach: Bereits am Samstag demonstrierte Frey ihre ausgezeichnete Form. Über 60m gelang es ihr mit 7.49s im Vorlauf und im Halbfinal locker in den Final vorzustossen und ihre persönliche Bestleistung zum bereits achten Mal in dieser Saison zu verbessern. Während Mujinga Kambundji mit 7.03s einen Fabelschweizerrekord aufstellte, das Rennen dominierte und gleichzeitg eine Jahresweltbestleistung  erzielte, lief Géraldine Frey im Soge der absolut besten Schweizer Sprinterinnen auf den ausgezeichneten 5. Rang und zu einer erneuten persönlichen Bestleistung. Die zwei Jahr jüngere Silke Lemmens, welche vergangenes Wochenende an den Hallen Nachwuchs-Schweizermeisterschaften Silber holte, qualifizierte sich ebenfalls souverän für den Halbfinal. Für den Finaleinzug hätte es jedoch einen regelrechten Exploit von ihr benötigt. Mit 7.76s zeigte sie zwar erneut eine solide Leistung, welche jedoch nicht für die Finalqualifikation reichte. Tags darauf standen die beiden Zuger Aushängeschilder erneut an der Startlinie. Frey liess im Halbfinal über 60m Hürden so richtig einen raus. Mit 8.53s erzielte sie die zweitbeste Zeit aller Athletinnen und verbesserte ihre PB um sagenhafte 26 Hundertstel. Im Finallauf krallte sich die Unterägerin dann hinter WM-Starterin Agnou und Annik Kälin ihre erste Medaille bei den Aktiven. Ein toller Abschluss einer Hallensaison, welche wie ein Steigerungslauf verlief. Silke qualifizierte sich über 200m ebenfalls locker für den B-Final. Diesen vermochte sie mit 24.56s zu gewinnen, was für sie eine neue indoor-PB bedeutete. In der Gesamtabrechnung beduete dies für die U20-Athletin den sehr guten 5. Rang.