Anlässlich der Indoor Nachwuchs-Schweizermeisterschaften trafen sich vergangenes Wochenende die besten Nachwuchsathleten der Schweiz im Athletikzentrum St. Gallen. Obwohl die LKZ Nachwuchsathletinnen unglücklich in den Wettkampf starteten, resultierten erfreulicherweise zwei Medaillen.

 

FM9I2954Ronja Wengi und ihre Disziplinenkollegin Miriam Scheffrahn gehören zu den besten Stabspringerinnen ihrer Alterskategorie. Entsprechend gross waren die Erwartungen an die beiden U18W-Athletinnen. Mit Sack, Pack und Stab angereist, verstauten die beiden von Michael Hutter trainierten Leichtathletinnen ihr Wettkampfmaterial und marschierten kurz daraufhin Richtung „chambre d’appell“ um sich für die Disziplinen, in welchen sie starten, abzukreuzen. Mit Schrecken mussten sie feststellen, dass sie den Appell verpassten, die Startliste für den Stabwettkampf nicht mehr hängte und sie somit nicht startberechtigt sind. Auch wenn es im ersten Moment extrem hart und unfair scheint, so sind Regeln nun mal Regeln. Eine bittere Lektion für Ronja und Miriam. Während für Miriam die Schweizermeisterschaften somit vorbei waren, blieben für die vielseitig talentierte Ronja wenigstens noch der Weitsprung und der Hürdenlauf. Ronja schaffte es den Frust in positive Energie umzuwandeln und sprang mit einem Satz auf 5.49m nicht nur zu einer persönlichen Bestleistung, sondern auch auf den dritten Platz. Die Bronzemedaille dürfte den anfänglichen Frust ein wenig lindern. Tags darauf stiess Ronja über 80m Hürden in den Final der schnellsten acht vor. In einem engen Rennen belegt sie mit einem Rückstand von 13 Hundertstel auf das Podest den sechsten Rang.

 

Silke Lemmens, die Belgierin im Diensten des LKZ, ging über 60m und 200m an den Start. Mit ihrem grossen, raumgreifenden Schritt hat die Belgierin vor allem über die längeren Sprintdistanzen grosses Potenzial. Dass sie auch über 60m mit den allerschnellsten mithalten kann, hat sie diese Saison bereits mehrfach bewiesen. Locker qualifizierte sich Silke für den Final. In diesem konnte sie leider nicht an ihre Bestleistungen anknüpfen. Mit 7.76s verpasste Silke das Podest um 15 Hundertstel. Am Tag darauf gewann Sie über 200m die Silbermedaille. Nach 24.84s im Vorlauf folgten 24.70s im Final. Zwei konstante Läufe und der Beweis, dass genügend Stehvermögen vorhanden ist. Mit Yasmin Giger verdrängte sie sogar eine WM-Starterin (400m Hürden) auf den dritten Rang. Die Form scheint bei Silke zu stimmen. Die nächste Kostprobe ihres Könnens dürfen wir nächstes Wochenende erwarten, wo Silke zusammen mit Géraldine Frey, anlässlich der Hallen SM der Aktiven, die Farben des LKZ vertritt.