Bericht von Urs Henggeler

IMG 8014 klWährend es im Frühling dieses Jahres noch darum ging seine Form zu finden, galt es ab Mitte Juli ernst. Dann nämlich war es so weit und der erste nationale Saisonhöhepunkt in Form der Schweizermeisterschaften der Aktiven stand auf dem Programm. Dies war jedoch nicht das letzte Aufeinandertreffen der besten nationalen Leichtathleten. Eine Übersicht der nationalen Titelkämpfen aus Sicht der LKZ:

 

 

SM in Genf (16.-17. Juli 2016) - Bronze für Susi - Gold für Tobi

 

Ein Jahr nach dem Heimspiel in Zug machte sich eine stolze Anzahl von 8 LKZ-Athleten auf, um im weit entfernten Genf für Furore zu sorgen. Erste Athletin welche diesen Plan erfolgreich umsetzen konnte, war Susanne Rüegger. Sie blieb mit 16:58.82 erstmals unter der 17 Minuten-Grenze und sicherte sich Bronze. Die 32-jährige Chamerin komplettierte neben den EM-Starterinnen Fabienne Schlumpf und Martina Strähl das Podest. Es sollte nicht ihre letzte nationale Medaille im 2016 sein. Mehr dazu später.

Ebenfalls einen überzeugenden Auftritt lieferte Géraldine Frey ab. Die 100m Sprinterin, welche mit der Schweizer Nationalmannschaft an der Junioren EM in Eskiltuna teilgenommen hat, konnte sich erfreulicherweise für den Final der schnellsten acht qualifizieren. "Eine grossartige Erfahrung" meinte die 19-Jährige Nachwuchshoffnung. Sie hatte das Privileg im Final neben internationalen Grössen wie Mujinga Kambundji oder den Sprinterinnen der weiblichen 4x100m National-Staffel zu starten. Sie belegte in der Endabrechnung Platz 8.

Für die zweite Medaille des LKZ war Tobias Furer besogt. Zum vierten Mal in Folge (!!!) sicherte er sich den Schweizer Meister Titel über 110m Hürden. Er verwies den talentierten Brahian Pena in einem spannenden Rennen auf Platz zwei. Es war dies eine grosse Genugtuung nach einer schwierigen Zeit, in welcher er lange mit einer Verletzung am Hamstring zu kämpfen hatte.

 

Staffel SM in Basel (27. August 2016) - Silber für die Herren der 4x100m Staffel der Männer

Ein gewisses Potential im Staffelwettbewerb haben die männlichen LKZler bereits im Frühjahr angedeutet, als sie beim traditionellen Quer durch Zug in der Kategorie der Aktiven gewannen und dabei gleich zwei Teams des grossen LC Zürich bodigten. Auf der Tartanbahn ging es ähnlich erfolgreich weiter. Im Mai konnte die 4x100m Staffel innerhalb von drei Tagen den Klubrekord aus dem Jahre 1999 von 42.50 auf 42.12s (Innerschweizer-Meisterschaften - 1. Rang) und schlussendlich 42.11s (SVM - 1. Rang) senken. Also reiste man mit gewissen Erwartungen nach Basel. Teamintern wurden diese wie folgt definiert: Eine Zeit unter 42 Sekunden sowie eine Finalplatzierung. Resultiert ist eine Zeit von 41.70 und damit verbunden der sensationelle Gewinn der Silbermedaille. Unglaublich! Damit hätte nun aber wirklich niemand gerechnet. Der erste Gewinn einer Medaille über 4x100m in der Aktiv-Kategorie war Tatsache und die vier Jungs durften um die Wette strahlen.

 

Team SM in Délemont (4. September 2016) - Bronze für das LKZ-Team 100m

Eine Woche nach dem sensationellen Gewinn der Silbermedaille standen die Team-Schweizermeist-erschaten in Délemont auf dem Programm. Bei diesem Wettkampf wird ein Durchschnitt aus den drei schnellsten Läufern jedes Teams berechnet und darauf basierend eine Rangliste erstellt. Für das LKZ-Team 100m waren Tobias, Urs und Fabio am Start. Erneut gelang es ihnen einen Coup zu landen. Mit einer Durchschnittszeit von 10.98s durfte sich das Team die Bronzemedaille umhängen lassen. Besonders hervorzuheben gilt es hierbei die Leistung von Tobias Furer. Mit zu viel Windunterstützung (2.8m/s) sprintete er in 10.59s die schnellste Zeit des Tages und besiegte gleichzeitig zwei Mitglieder des nationalen Staffelprojektes. Diese Leistung dürfte für Tobias, welcher aufgrund einer Verletzung keine einfache Saison hatte, eine grosse Genugtuung sein

 

Halbmarathon SM in Sarnen (4. September 2016) - Silber für Susanne Rüegger

Nachdem die Marathon-Spezialistin bereits an den Freiluft Schweizer Meisterschaften der Aktiven über 5'000m Bronze geholt hatte, konnte sie auch an der Halbmarathon Schweizer Meisterschaft in Sarnen aufs Podest steigen. Mit einer Zeit von 1.17.52 musste sie sich nur der EM-Teilnehmerin Laura Hrebec geschlagen geben.

 

Nachwuchs SM in Langenthal und Aarau - 2x Gold für Géry, 1x Gold für Johanna

Es war das Wochenende von Géraldine Frey. Sie war die grosse Favoritin über 100m und wurde ihrer Favoritenrolle auf souveräne Art und Weise gerecht. Nach ihrem Indoor-Titel über 60m konnte sie auch an den Freiluft-Schweizermeisterschaften triumphieren. In guten 11.87s verwies Sie die Zweitplatzierte um beinahe zwei Zehntelsekunden. Dass Géraldine schnell ist über 100m war allen bewusst. Dass sie jedoch auch die 200m derart schnell sprinten kann, war eine neue Erkenntnis dieses Wochenendes. Sie gewann auch den Final über die doppelte Distanz in starken 24.50s. Géraldine Frey war während des ganzen Jahres die grosse Dominatorin in ihrer Alterskategorie und durfte im Sprintbereich gleich drei Schweizermeister-Titel feiern. Obwohl ihr die Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften verwehrt blieb, darf man das aktuelle Leistungsniveau von Géraldine Frey durchaus im Bereich der

Ebenfalls eine goldige Medaille nach Hause nehmen durfte Johanna Kannewischer. Die Langhürden-Spezialistin konnte ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Dies war keine Selbstverständlichkeit rannte Johanna doch über mehrere Monate ihrer Form hinterher. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass ihr im letzten und gleichzeitig wichtigsten Rennen der Saison, der Knoten geplatzt ist. Dies dürfte für Johanna einen einigermassen versöhnlichen Saisonabschluss darstellen.

Die jüngeren Athleten starteten in Aarau. Dort setzten sich vor allem die Athletinnen von Stabtrainer Mike Hutter gut in Szene. Miriam Scheffrahn belegte in der Endabrechnung Rang vier und Ronja Wengi Rang sechs. Dies ist insofern erfreulich da beide Stabspringerinne sich noch im jüngeren Jahrgang ihrer Kategorie befinden.

Ein historisches gutes Jahr des LKZ! In sämtliche aufgeführten Schweizermeisterschaften konnte der LKZ mindestens eine Medaille gewinnen.